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Von Ronny Zasowk

 

Die USA trommeln mal wieder zum Krieg. Diesmal nicht gegen Iran, wie man es in den letzten Jahren schon fast gewöhnt war, sondern gegen das geostrategisch nicht unbedeutende Syrien. Ein angeblicher Giftgasangriff, dessen Urheber noch nicht einmal ausgemacht ist, soll als Grund für die US-Offensive herangezogen werden. Bisher sind sich nicht einmal Experten sicher, ob der Giftgasangriff von der syrischen Regierung oder aber von den islamistischen Rebellen ausgegangen ist. Für die US-Kriegstreiber ist es ein gefundenes Fressen. Ähnlich wie 2003 im Irak, als Massenvernichtungswaffen herbeihalluziniert wurden, treiben auch nun wieder die USA und Großbritannien zum Krieg. Doch obwohl selbst Teile der Medien bisher in Zweifel ziehen, daß die syrische Regierung den Giftgaseinsatz zu verantworten hat, gilt als ausgemacht, daß es zumindest zu einem zweitägigen Angriff seitens der USA kommen wird. Laut „Washington Post“ erwägt die Obama-Regierung einen zeitlich begrenzten Militärschlag, der die USA aber nicht in den syrischen Bürgerkrieg hineinziehen soll. Man stellt sich hierbei unweigerlich die Frage, für wie naiv Obama und seine Schergen die Weltöffentlichkeit halten. Angesichts der hochexplosiven Lage und eines drohenden Einbezugs von Rußland und Iran muß am Verstand von Obama gezweifelt werden. Auch der syrische Präsident Assad warnte bereits vor einem zweiten Vietnam, was in Anbetracht der Tatsache, daß aus einem solchen Militärschlag schnell ein Flächenbrand werden könnte, nicht ganz abwegig ist.

 

Offensichtlich ist die US-Regierung nicht einmal bereit, die Untersuchungen der UN-Inspekteure abzuwarten, von wem denn nun der Giftgasangriff ausging. Für US-Außenminister John Kerry scheint die Aufgabe der UN auch nicht darin zu liegen, herauszufinden, von wem der Angriff ausging, sondern nur, ob er stattgefunden hat. Wer der Urheber war, legen die USA dann nach eigenem Gutdünken fest. Daß sich besonders die Türkei und Israel sehr erfreut über das kriegslüsterne Verhalten Obamas zeigen, liegt auf der Hand, ist Syrien beiden Staaten doch seit langem ein Dorn im Auge. Auch wenn bisher niemand eindeutig sagen kann, von wem der Giftgasangriff ausging, ist es doch bemerkenswert, wie schnell sich die US-Regierung auf einen Schuldigen festgelegt hat, obwohl faktische Indizien dagegen sprechen. Experten hegen große Zweifel an der US-These vom Giftgasangriff durch die syrische Regierung, da diese in den letzten Monaten ganz ohne derartige Mittel die Kontrolle über strategisch wichtige Gebiete zurückerlangte und im Gegensatz zu den Rebellen aus einem Giftgasangriff nur politischen Schaden ziehen könnte. 
 

Bemerkenswert ist auch, daß sich die deutsche Bundesregierung trotz Wahlkampf sofort auf die Seite der US-Kriegstreiber stellt und militärische Maßnahmen ankündigt. Ins Spiel gebracht wurden bereits die 300 an der Grenze zur Türkei stationierten Bundeswehrsoldaten mit ihren Patriot-Abwehrraketen, im Mittelmeer kreuzende Kriegsschiffe sowie der Einsatz deutscher Soldaten mit Awacs-Aufklärungsflugzeugen. Ohne Not und ohne, daß dort deutsche Interessen berührt wären, will die Bundesregierung die Bundeswehr erneut in einen sinnlosen US-Krieg verwickeln – ein weiterer Beweis für die fehlende Souveränität Deutschlands. Daß es sich bei dem geplanten Militärschlag seitens der so genannten „westlichen Wertegemeinschaft“ nicht um eine humanitär gebotene Maßnahme handelt, sondern um einen geostrategischen Schlag, wird besonders daran deutlich, daß die unterstützten Rebellen keine lupenreinen „Demokraten“, sondern zu großen Teilen islamistische Terroristen sind, die systematisch das Land zerstören. Syrien soll im Rahmen eines Stellvertreterkrieges, wie man ihn aus dem Kalten Krieg noch gut in Erinnerung haben sollte, ausgeschaltet werden, weil es ein wichtiger Partner des Iran ist. Deutschland sollte sich aus diesem durchsichtigen Manöver heraushalten. Und das nicht nur, um nicht an der Seite der US-Kriegstreiber in einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hineingezogen zu werden, sondern auch, um nicht noch mehr Flüchtlinge und Asylbewerber auf die Idee zu bringen, ihr Heil in Deutschland zu suchen.