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„Jugendweihe weiter hoch im Kurs“ überschreibt die Volksstimme einen Artikel über die Feier, mit der ein Übergang ins Erwachsenenleben vollzogen wird. An ihr nehmen bald dreißig Jahre nach dem Ende der DDR weiterhin deutlich mehr Jugendliche teil als an kirchlichen Feiern.

 

Die Vorbereitung auf das Fest findet nicht mehr im Rahmen eines FDJ-nahen „Zirkels unter der blauen Fahne“ statt, laut Volksstimme angeblich sogar „ohne DDR-Ideologie“. So ganz aber dann doch nicht, denn „Fahrten zur Gedenkstätte Buchenwald“ gab es auch früher – wenn auch nicht als „Angebot“, sondern als Pflichtveranstaltung.

 

Begleitete einst eine einzige Broschüre, gedruckt auf minderwertigem Papier, die Reihe der Veranstaltungen, so stehen heute mehrere Hochglanzprodukte im Angebot. Wer sich der Mühe unterzieht und darin liest, findet darin auch die bekannten Parolen aus dem „Kampf gegen Rechts“. Was unter „Rechtsextremismus in der frühen Bundesrepublik“, illustriert mit einem unsympathisch wirkenden Bild des Kanzlers Adenauer (mit Hans Globke) steht, könnte auch von Karl Eduard von Schnitzler stammen. Nach weiteren Abschnitten kommt man dann auch zu uns: „Wolf im Schafspelz – die NPD“. Auch hier findet sich nichts wirklich Neues.

 

Es lohnt sich nicht, auf die nach „Verfassungsschutz“ und „Antifa“ riechenden Versuche, die heutige Jugend zu überzeugen, näher einzugehen. Die Jugendweihe-Anwärter selbst werden es kaum lesen, denn bis sie sich zur Seite 90 durchgearbeitet haben, passiert garantiert etwas Interessanteres in ihrem Alltag. Hoffen wir, dass es keine Auseinandersetzung mit (angeblich) gleichaltrigen „Neubürgern" ist! (sp)