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Der Zeitpunkt fällt auf: In dieser Woche wurde in Sachsen-Anhalt zum ersten Mal eine Terrorübung durchgespielt, an der Bundeswehr und Polizei beteiligt waren.

 

Dabei ging es laut MDR u.a. um Terroristen, die am Hauptbahnhof in Halle mit Messern auf Menschen eingestochen hatten. Tote und Verletzte soll es dabei gegeben haben. Eine Geiselnahme in einem Bus und ein großflächiger Stromausfall ergänzten das Szenario. In der Realität war davon nichts zu spüren, es ging nur darum, alternative Stromquellen und Kommunikationswege für den Ernstfall zu testen. Die Bundeswehr konnte ihre gepanzerten Fahrzeuge in den Garagen lassen.

 

Es steht allerdings die Frage im Raum, weshalb in letzter Zeit so oft über „Bundeswehreinsätze“ im Inland diskutiert wurde und warum mit „Schnöggersburg“ in der Letzlinger Heide eine komplette Übungsstadt mit Bahnhof, Rathaus, „Gotteshaus“, Flusslauf und einer U-Bahn-Station(!) für 140 Millionen Euro gebaut wurde. Diese Anlage wurde im Oktober 2017 fertiggestellt, nachdem Teile von ihr bereits seit 2015 für Übungen von Kampfeinsätzen genutzt worden waren.

 

Auch in Dresden wurde unlängst ein „Katastrophenplan für den Blackout“ aufgestellt. Wie die Sächsische Zeitung berichtete, wurden als mögliche Ursachen „Naturgewalten, technisches Versagen oder Terror“ angenommen. Zumindest die Terrorgefahr ist überwiegend hausgemacht.

 

Falls die Übungen der Bevölkerung ein erhöhtes Sicherheitsgefühl vermitteln sollten, so haben die Verantwortlichen dieses Ziel nicht erreicht. Die Kommentare der Leser sprechen eine andere Sprache. Neben Zweifeln oder Spott finden sich darin auch Hinweise darauf, dass kürzlich die „Planungen für Massengräber aktualisiert“ worden seien und dass man mit Plünderungen rechnen müsste.

 

Die Zukunft in den Händen der „Raute des Grauens“ sieht alles andere als rosig aus.