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Seit Jahren werden der Bundeswehr unfähige Bundesverteidigungsminister zugemutet. Ob es der mittlerweile verstorbene Peter Struck war, der die irrige These vertrat, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt oder ob es der Plagiator zu Guttenberg war, der die Wehrpflicht aussetzte und die ohnehin zu einer US-Hilfsarmee umfunktionierte Bundeswehr auch formal zu einem Söldnerheer degradierte: die Soldaten der Bundeswehr können einem nur noch leidtun.

 

Dachte man, der Gipfel des Eisbergs wäre damit erreicht, sieht man sich getäuscht. Ursula von der Leyen treibt es noch wilder und will die Bundeswehr nicht nur ihrer originären Funktion – der Landesverteidigung – berauben, sie zerstört auch den letzten Rest an Traditionspflege, die bislang bei der Bundeswehr vielerorts noch geübt wurde.

 

Mit einem neuen Erlass mit dem Titel „Die Tradition der Bundeswehr. Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege“ wurde den Soldaten der Bundeswehr nun strikte Distanz zur Wehrmacht und zur Nationalen Volksarmee (NVA) verordnet. Damit soll das militärische Erbe der Bundeswehr ersatzlos gestrichen werden. In dem Papier heißt es unter anderem: „Für die Streitkräfte eines freiheitlichen demokratischen Rechtsstaates ist die Wehrmacht als Institution nicht sinnstiftend.“

 

Mit diesem Diktat der Flinten-Uschi soll das Erbe der Bundeswehr, das natürlich auch in der Wehrmacht und für viele frühere DDR-Bürger in der NVA liegt, restlos beseitigt werden.

 

Man muss wissen, dass die militärischen Strategien zum Beispiel der Wehrmacht weltweit noch heute in Militärakademien vermittelt werden. So steht die Panzertaktik General Guderians noch heute in den USA auf den Lehrplänen. Der „Wüstenfuchs“ Feldmarschall Rommel wird vor allem von den Briten verehrt.

Auch ist es in aller Welt Normalität, mit Respekt auf die eigenen Soldaten früherer Zeiten zurückzublicken. Sie riskierten ihr Leben für das Land und ihre Familien. Was kann mehr Respekt abnötigen als das?

 

Auch in Deutschland ist es so, dass viele heutige Bundeswehrkasernen einst für die Wehrmacht errichtet wurden und dementsprechend heute unter Denkmalschutz stehen, weshalb dort nicht selten noch Reichsadler, historische Wandgemälde und Reliefs zu sehen sind. Der Soldatenberuf ist einer, der Traditionen braucht. Und natürlich setzen sich viele Bundeswehrsoldaten auch mit den Armeen auseinander, die vor ihnen gewirkt haben. Gerade um diese Auseinandersetzung zu ermöglichen, wurde im Jahr 1982 ein Traditionserlass verkündet, in dem es heißt: „Das Sammeln von Waffen, Modellen, Urkunden, Fahnen, Bildern, Orden und Ausrüstungsgegenständen ist erlaubt. Es dient der Kenntnis und dem Interesse an der Geschichte und belegt, was gewesen ist.“

 

Nun soll, nachdem von der Leyen schon vor einigen Monaten der Bundeswehr Haltungsprobleme und einen „falsch verstandenen Korpsgeist“ vorgeworfen hatte, die Traditionslinie endgültig abgeschnitten werden.

 

Es ist ein Schlag ins Gesicht aller tapferen Soldaten früherer Zeiten. Die aktuell unserem Land dienenden Soldaten werden somit einer wichtigen Identitätsquelle beraubt. Eine Armee ohne Tradition ist letztlich nur noch ein Söldnerheer.

 

Es ist eine Schande, wie unsere Nationalgeschichte zu einem Verbrecheralbum umgedichtet wird. Es ist beschämend, dass sich von der Leyen und andere Schreibtischtäter der etablierten Parteien anmaßen, die gesamte Soldatengeneration unserer Väter und Großväter zu Verbrechern abzustempeln. Man muss nicht „ewiggestrig“ sein, um den Umgang der heutigen Politiker mit der deutschen Geschichte widerwärtig zu finden.

 

Wie sagte schon der große deutsche Historiker Leopold von Ranke: „Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Soldaten nach einem verlorenen Krieg behandelt.“

 

Ronny Zasowk