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Große Wellen hat die Schließung eines von der Caritas betriebenen Kontaktcafés in Magdeburg ausgelöst. In der in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude untergebrachten Einrichtung wurde bedürftigen Bürgern Aufenthalt und Unterstützung geboten. Suppenküche, Kleiderkammer und Beratungsangebote wurden in dem „Mutter-Teresa-Haus“ genannten Gebäude am Charlottentor von etwa 20 bis 30 Menschen täglich genutzt.

 

Grund der Schließung ist die Einstellung der Förderung durch die Stadt. Da auch kirchliche Organisationen wie die Caritas letztlich an dem Geld interessiert sind, das ihre Aktivitäten in die Kassen spült, hat man die Einrichtung zum 1. März dicht gemacht.

 

Ein erster Bericht in der „Magdeburger Volksstimme“ über den Vorgang hat heftige Reaktionen bei den verbliebenen Lesern des Blattes ausgelöst: „Viele Jahre haben wir durch Sachspenden geholfen, damit es hilfsbedürftigen Menschen dort besser geht. Leider müssen wir jetzt feststellen, dass die Stadt die eigenen Bedürftigen in Stich lässt und nur noch Gelder für Flüchtlinge hat“, so wird heute aus den Zuschriften zitiert. Es kann davon ausgegangen werden, dass es noch deutlichere Unmutsbekundungen gegeben haben dürfte, die die Redaktion lieber nicht veröffentlicht hat.

 

Tatsächlich findet sich in der Begründung für die Streichung der finanziellen Mittel seitens der Stadt neben der Kritik am Fehlen sozialer Beratungsangebote, der Eingrenzung auf „Stammkunden“ auch die „Nichteinbeziehung von Flüchtlingen in die Angebote“ als Ausschlussgrund. Selten wurde die Katze so offen aus dem Sack gelassen! Dabei scheint es die Verantwortlichen überhaupt nicht zu interessieren, dass es zahlreiche Meldungen über schlechte Erfahrungen mit „Flüchtlingen“ in ähnlichen Einrichtungen aus allen Bundesländern gibt. Ebenfalls ausgeblendet wird die Nutzung anderer Bereiche des unmittelbar neben dem Sitz des Verfassungsschutzes gelegenen Mutter-Teresa-Hauses als Kinder- und Jugendtreff oder Anlaufpunkt für Selbsthilfegruppen.

 

Zurzeit wird noch über eine neue Nutzung der Räume des einstigen Kontaktcafés beraten. Man darf gespannt sein, wer dort künftig einziehen wird.