NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

05.07.2014

Lesezeit: etwa 1 Minute

Welch ein Erlebnis!

Von Michael Grunzel

Schöner kann eine kommunale Legislaturperiode für einen NPD-ler gar nicht beginnen: Am gestrigen Nachmittag war es mal wieder Zeit, den Kühlschrank aufzufüllen. Ich hasse den Vorgang des Einkaufens und somit war meine erste Reaktion kaum von Freundlichkeit geprägt, als mich am Supermarktausgang jemand ansprach: "Entschuldigung, sind sie nicht der NPD-Stadtrat Michael Grunzel?" 

Nach meiner anfänglichen Skepsis ergab sich dann im Schatten von Einkaufswagenstation und Fahrradständer ein interessantes Gespräch, bei dem mich mein Gegenüber darüber informierte, dass wir uns in Zukunft wohl öfter sehen würden. Nämlich im Halberstädter Ratssaal, wo Leute wie ich seiner/ihrer Meinung nach auch hingehören. Obwohl er/sie manches an der NPD nicht in Ordnung finde, teile er/sie doch zahlreiche Positionen, man habe schließlich keine Lust, demnächst türkisch lernen oder eine Koranschule besuchen zu müssen.

Auch wäre man inzwischen ein wenig neidisch auf mich, denn als Nationaldemokrat könne ich ohne Einschränkungen sagen was ich denke, was einem Volksvertreter aus den Reihen der etablierten Parteien heute kaum noch möglich sein. Ich habe natürlich darauf aufmerksam gemacht, dass auch mir sowas auf Grund gewisser Gesinnungsparagrafen kaum noch gestattet ist. Die Reaktion: "Traurig genug, wie weit wir gekommen sind".

Ich habe kein Interesse daran, meiner gestrigen Zufallsbegegnung das Leben schwer zu machen und sie hier erkennbar darzustellen, daher habe ich alle Hinweise vermieden, die Rückschluss auf Geschlecht oder Parteizugehörigkeit der betreffenden Person ermöglichen. Es ist aber schön zu wissen, im Halberstädter Ratssaal zukünftig nicht nur von Feinden umgeben zu sein. Und wie sieht es eigentlich im Kreistag aus?

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