NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

12.05.2014

Lesezeit: etwa 1 Minute

Danke, Mitteldeutsche Zeitung, vielen vielen Dank!

Ein Kommentar von Michael Grunzel 

 

Was man in diesen Zeiten vom Informationswert der verlogenen Systemmedien zu halten hat, bedarf für jeden halbwegs gebildeten Menschen weder Erklärung noch Diskussion. Ein erwähnenswertes Beispiel in Lehrbuchqualität liefert hierzu jedoch dieser Tage die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) aus Halle/Saale ab. Das Blatt hat zwei Wochen vor dem großen Wahltag am 25. Mai in seinem Onlineportal sämtliche Kommentarfunktionen abgeschaltet. Wie die Redaktion auf Nachfrage zuerst mitteilte, wäre dieser Schritt eine “Unternehmensentscheidung”, auf eine Bitte um Konkretisierung hin informierte die MZ schließlich darüber: “Der Grund ist eine hohe Zahl von SPAM, derer unsere bislang genutzte Software nicht mehr Herr werden konnte. Wir suchen nach einer neuen Software, da wir nicht dauerhaft auf Lesermeinungen verzichten möchten. Bis dahin können wir Sie nur um Geduld bitten.” Der wahre Grund dürfte vielmehr darin liegen, dass sich der Kommentarbereich des MZ-Onlineportals zuletzt zu einer Bühne des freien Meinungsaustauschs entwickelt hat, auf der zuletzt auch systemkritische Stimmen immer mehr zu Wort kamen. 

Das die Journalistendarsteller aus Halle inzwischen zu allen Tricks bereit sind, zeigt auch noch ein anderer Vorfall: Am Dienstag, dem 13. Mai, sollte um 18.00 Uhr im Ascherslebener Bestehornhaus unter MZ-Regie ein “Kandidatenforum” mit den örtlichen Stadtratsbewerbern stattfinden. In musterdemokratischer Manier wurden die NPD-Bewerber dazu natürlich nicht eingeladen. Immerhin bestünde ja die Gefahr, dass es den Nationaldemokraten gelingen könnte, weiteren Bürgerinnen und Bürgern die Augen zu öffnen. Und damit eben jene Nationaldemokraten auch nicht im Auditorium Platz nehmen können, wurde die Veranstaltung am Montagnachmittag um 15.00 Uhr (!) um 24 Stunden vorverlegt. In wie weit das “Kandidatenforum” in Anbetracht dieser Terminposse unter sich geblieben ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Viel mehr als eine Selbstbeweihräucherung dürfte jedoch kaum zustande gekommen sein. Schlussendlich muss man den mitteldeutschen Zeitungsmachern für die beiden tiefen Einblicke in ihr journalistisches Selbstverständnis sogar noch dankbar sein. Eindrucksvoller kann man sich nämlich nicht selbst entlarven! 

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