NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

27.11.2013

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Kein Grund zum Jubeln!

(sp). Die Bundesregierung beurteilt die Lage in den neuen Bundesländern so gut wie noch nie seit der Wiedervereinigung 1990. In ihrem jährlichen Bericht zum Stand der deutschen Einheit heißt es: "Der Saldo der Binnenwanderung zwischen Ost- und Westdeutschland war 2012 erstmals seit der Wiedervereinigung nahezu ausgeglichen." Die Geburtenrate im Osten steige und liege inzwischen über dem Niveau der restlichen Bundesländer. Selbst die Arbeitslosigkeit sei auf dem niedrigsten Stand seit 1991 angekommen.

 

Alles in Butter – möchte man meinen. Aber irgendwie erinnert der Jubelbericht an die Verlautbarungen Erich Honeckers auf dem XI. Parteitag der SED. Und bekanntlich fand der XII. dann nicht mehr statt. Dumm außerdem, dass wenige Tage zuvor das Leibnitz-Instituts für Länderkunde eine Studie veröffentlicht hatte, die Sachsen-Anhalt in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. So zitiert der MDR den Leipziger Demografieforscher Tim Leibert, der eine Kombination aus Bevölkerungsschrumpfung, dynamischer Alterung und Abwanderung junger Menschen feststellt, die nirgends in Europa so groß sei wie in Sachsen-Anhalt.

 

Wer sagt hier die Wahrheit? Wie so oft, ist dies eine Frage der Betrachtung und Interpretation. Die Abwanderung ist auch in Sachsen-Anhalt tatsächlich zum Erliegen gekommen – so wie jedes Flugzeug, das ins Trudeln gerät, seinen Absturz mit dem Aufschlag auf dem Boden schließlich beendet. Das ändert jedoch nichts daran, dass alle “neuen” Bundesländer die wirtschaftlichen Probleme nach der Wiedervereinigung nur mehr oder weniger schwer in den Griff bekommen haben. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle noch einmal alle Fehler konkret anzuführen, die zu dieser Situation geführt haben. Fehler, die nach und natürlich auch vor 1989/90 zur heutigen Lage beigetragen haben.

 

Eines steht jedoch fest: Einen Grund zum Jubeln gibt es nicht! Und es ist an der Zeit, die Verzettelung der eigenen Kräfte und Mittel in die Lösung europa- und weltweiter Probleme und Konflikte zu beenden und endlich “Schaden vom deutschen Volk abzuwenden” – wie es der Amtseid verlangt!

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