NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

18.10.2012

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Die Lügnerin?

Ein Kommentar von Michael Grunzel

Die kleine Altmarkgemeinde Insel - im Zuge der politisch gewollten Identitätsvernichtung heute ein “Stadtteil” von Stendal - erfährt seit mehr als einem Jahr ein hohes Maß an ungewollter Aufmerksamkeit. Seit der Wohnsitznahme zweier Sexualgangster, die in den achtziger Jahren reihenweise Frauen vergewaltigten und dafür lange Jahre in Haft und Sicherungsverwahrung einsaßen, kommen die in der kleinen Gemeinde lebenden Menschen nicht mehr zur Ruhe. Seit dem Bekanntwerden der Vorgeschichte der beiden Zugezogenen bestimmt Polizeipräsenz das Ortsbild. Der jüngste Versuch der sachsen-anhaltischen Landesregierung, den Inseler Einwohnern das Ammenmärchen von der per “Gefährdungsanalyse” gestützten Ungefährlichkeit der beiden Exkriminellen zu verkaufen, ging daneben. So bezeichnete auch einer der Inseler Aktivisten die von Polizei und Sozialdienst der Justiz erstellte Einschätzung, die den beiden Männern “im Moment” eine Ungefährlichkeit bescheinigt, als reine Kaffeesatzleserei. Zu groß ist die Angst der Einwohner von Insel, sich auf ein Analyse zu verlassen, deren Seriosität schon vor dem Hintergrund der Vorgeschichte anzuzweifeln ist. 

Das musste anfangs dieser Woche auch Landesjustizministerin Angela Kolb (SPD) erfahren. Die Politikerin war extra aus Magdeburg angereist, um den Bürgern die frohe Botschaft persönlich zu verkünden. Zwar war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, dass der Ministerin die offiziellen Gesprächspartner durch Rücktritt abhanden gekommen waren, doch auch andere Einwohner des heimgesuchten Ortes hatten kein Interesse an den Verlautbarungen Kolbs und lehnten jedes Gespräch ab. Stattdessen musste sich die Politikerin als Lügnerin bezeichnen lassen - und kann einem dabei beinahe schon leid tun. Ohne den Wahrheitsgehalt dieser Bezeichnung einer näheren Prüfung zu unterziehen bleibt es Tatsache, dass sich die Landespolitik seit mehr als einem Jahr zu nichts anderem aufraffen konnte, als die Bürgerinnen und Bürger Insels zu veralbern und mit diversen Maßnahmen zu terrorisieren, um sie zur Botmäßigkeit zu zwingen. So wurde beispielsweise im Sommer 2012 der Einfall einer Horde gewaltbereiter Linkskrimineller in Insel nicht nur geduldet, sondern sogar protegiert. Wenn auch vielleicht nur symbolisch gemeint, sprach der Slogan “Insel fluten” Bände. Im Gegensatz dazu wurden friedliche Protestbürger in ihren eigenen Häusern unter Arrest gestellt. 

Wie geht es nun weiter? Allen Beteiligten bleibt in dieser Situation eigentlich nur das Warten auf eine biologische Lösung des Problems. Immerhin, die beiden beanstandeten Herren sind um die 60 Jahre alt und wie man hört, soll zumindest einer von ihnen nicht mehr bester Gesundheit sein. Eine andere - und zweifellos bessere - Möglichkeit wäre ein gesamtgesellschaftlicher Gesinnungswandel, abzielend auf eine Politik und Gesetzgebung, die derartige Probleme gar nicht erst entstehen lässt. Serienvergewaltiger haben in einer Gesellschaft eben so wenig zu suchen wie ein Wolf im Kindergarten. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass es südwestdeutsche Staatsanwälte und Richter waren, durch die die beiden Schwerverbrecher lange über die “normale” Zeit hinaus hinter Gittern gehalten wurden. Erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bescherte ihnen die Freiheit. Und genau hier liegt das Übel: Wer die Verantwortung für sein Volk in fremde Hände delegiert muss sich später nicht wundern, wenn er ohne Optionen da steht und sich in irre Ausreden flüchten muss. Eben mit dem Ergebnis, auch als Lügner bezeichnet zu werden. 

» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: