NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

10.10.2012

Lesezeit: etwa 2 Minuten

So lassen sich unsere „Volksvertreter“ von der Wirtschaft kaufen

Von Thomas Grey

Während man als Rentner, Geringverdiener oder Hartz-IV-Empfänger jeden Euro drei Mal umdrehen bzw. jeden dazuverdienten Cent offen legen muss, kennen unsere überbezahlten Parlamentarier in ihrer Gier nach Geld keine Grenzen. Es reicht den Politikern nicht, dass sie bereits hohe vierstellige und manchmal fünfstellige Gehälter einstreichen, großzügige Steuerfreibeträge genießen, keine Gesundheitsvorsorge bezahlen müssen und nach kürzester Zeit üppige Pensionsansprüche erhalten. Nein, sie müssen zusätzlich in Aufsichtsräten sitzen, obwohl sie über keinerlei fachliche Kompetenzen verfügen – siehe Kurt Beck mit seinem Nürburgringdebakel oder Klaus Wowereit mit dem Grab “Flughafen Berlin” – oder sie lassen sich ihr heuchlerischen Reden von Lobbyisten aus Wirtschaft und Finanzwesen finanziell versüßen. Dass diese Raffgier quer durch alle etablierten Parteien geht, zeigt eine Auflistung, welche heute bei T-Online veröffentlicht wurde. Hier heißt es:

1. Peer Steinbrück (SPD) - mindestens 698.945 Euro. Das meiste Geld verdiente Steinbrück mit Vorträgen. Gut dotiert war aber auch sein Aufsichtsratsmandat bei ThyssenKrupp. Im Jahr 2010 erhielt er dafür 47.907 Euro, 2011 waren es 67.038 Euro.

2. Michael Glos (CSU) - mindestens 546.000 Euro. Der Ex-Wirtschaftsminister ist Steinbrück dicht auf den Fersen. Den Großteil seiner Nebeneinkünfte erzielte Glos mit zwei Beratertätigkeiten, die monatlich jeweils mindestens 7000 Euro einbrachten.

3. Heinz Riesenhuber (CDU) - mindestens 380.000 Euro. Der 76-Jährige sitzt in einer Reihe von Aufsichtsräten. Besonders lukrativ ist sein Posten bei der Schweizer HBM Healthcare Investments AG. Von 2009 an verdiente er dort rund 201.000 Euro.

4. Rudolf Henke (CDU) - mindestens 315.000 Euro. Der Gesundheitspolitiker gehört nicht zu den prominentesten Figuren auf dem Berliner Parkett. In der Branche ist er aber gut verankert. Er sitzt in mehreren Versicherungsbeiräten, ist zudem Vorsitzender des Ärzteverbands Marburger Bund.

5. Frank Steffel (CDU) - mindestens 288.000 Euro. Den Großteil seiner Nebeneinkünfte erzielt er als Chef seiner eigenen Unternehmensgruppe.

6. Peter Wichtel (CDU) - mindestens 218.750 Euro. Der Verkehrspolitiker ist neben seinem Bundestagsmandat unter anderem als Kaufmännischer Angestellter bei der Fraport AG tätig.

7. Franz-Josef Holzenkamp (CDU) - mindestens 213.000 Euro. Der 52-Jährige ist seit 1990 unter anderem als selbständiger Landwirt tätig.

8. Norbert Schindler (CDU) - mindestens 211.000 Euro. Der Finanzpolitiker ist unter anderem als Aufsichtsrat für das Bioethanol-Unternehmen CropEnergies tätig. Dafür erhält er 20.000 Euro jährlich.

9. Patrick Döring (FDP) - mindestens 185.400 Euro. Der Generalsekretär der Liberalen ist einer der schärfsten Steinbrück-Kritiker. Er selbst musste sich jüngst Fragen zu seinem Aufsichtsratsmandat bei der Deutschen Bahn gefallen lassen, für das er 2010 20.000 Euro und 2011 32.400 Euro bekam. Ein hübscher Nebenverdienst (monatlich mindestens 3500 Euro) resultiert auch aus seinem Vorstandsposten bei der Agila Haustierkrankenversicherung.

10. Michael Fuchs (CDU) - mindestens 155.500 Euro. Der Wirtschaftspolitiker ist außerhalb des Bundestags einer der fleißigsten Redner und Berater. Für seine Vorträge Ratschläge erhielt er seit 2009 mindestens 78.500 Euro.”

Dazu kann man nur sagen: Pfui Teufel!

» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: