NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

09.08.2012

Lesezeit: etwa 9 Minuten

„Dagmars Abschiedsfete“ in Halle

Von Hans Püschel

Ja, sie hatte alle Einwohner eingeladen, die Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados. Und alle, alle kamen? Denkste. Arme Daggi! Ich darf doch Daggi sagen, ja? Schließlich saßen wir ja fast Jahrzehnte im Landesparteirat der Sachsen-Anhalt-SPD und haben manches gemeinsam durchlitten. So als unsre Rot-Grüne Regierung endlich kam und uns aber immerfort gesagt wurde, daß wir doch die Klappe zu halten hätten, weil die Großen in Berlin doch ihre Ruhe bräuchten. Also Schröder und Fischer hatten Deutschland endlich wieder in den Krieg geführt! Wo doch eigentlich SPD und Grüne immer  für Frieden und heile Welt waren. Oih, da hieß es für`s Fußvolk: Füße still halten. Und Fischer wolle nicht schon wieder Auschwitz, nämlich in Prisctina. Da war aber gar nichts.

War deshalb in Auschwitz  a u c h  gar nichts?

Wer schwindelt denn nun da? Der große und dicke Außenminister oder die, die immer von Auschwitz erzählen? Oder alle? Und so kam man eben als kleiner SPD-ler immer durcheinander. Und dann noch freier Fall für Löhne, Leiharbeit, Hartz-4 und dergleichen Menschenfreundliches. Alles von der Partei des kleinen Mannes? Für den kleinen Mann? Na gut, Du hast`s leichter geschluckt. Wie früher bei der Politik von (SED-)Partei- und Staatsführung? Oder weil in Halle das Nachrücken winkte, auf den OB-Posten. Dafür hält man durch und aus, nicht wahr? Aber kommt`s vielleicht von daher, daß so wenige Hallenser - und Halloren schon gar nicht - gestern deiner Einladung gefolgt sind?

Von den Zweihunderttausend waren grad 150 - 200 gekommen!

Merken sich die Leute manchmal solche blöden Geschichten etwa? Oder liegt`s daran, daß bald 70 Jahre nach dem Krieg die halbe Altstadt von Halle noch oder wieder aus Ruinen besteht? Und unsre oder besser deine SPD-Führung da nicht so furchtbar viel geschafft hat. Denn gleich hinter der Ullrichskirche sieht's ja schon tüchtig abrissig aus. Hätt`ste man lieber so`ne Griechenland-Milliarde abgestaubt für Halle! Das wär`s gewesen und 'ne Gedenktafel dazu. Aber so kannste eben mit baldiger Pensionierung keine Stellen oder Geld mehr besorgen. Da biste ganz schnell weg vom Fenster! Die Leute sind eben undankbar. Zu allem Überfluß haben die Hallenser dir auch noch einen Nachfolger vor die Nase gesetzt, mit dem du gar nicht kannst! Also, manchmal kommt`s richtig knüppeldick, nicht wahr? Aber wo viel Schatten ist, keimen auch wieder Licht und Hoffnung auf:

Auf die Nationalen kannste dich verlassen!

Die waren ganz ordentlich da. Mit LKW, Lautsprecher, Musik und Tacheles-Rednern: Der sächsische Landtagsabgeordnete Storr, NPD-Vorsitzender Apfel und Fraktionschef Pastörs aus Meck-Pom. Deine bunte Antifa-Truppe war ganz aus dem Häuschen. Weiß ja nicht, ob du es noch erlebt hast, aber die haben geklatscht, getrötet und geschrien vor Jubel. Obwohl ich manchmal annahm, daß sie gar nicht alles verstanden hätten bei dem Krawall. Und so lustig war das ja eigentlich auch nicht, was die NPD-Männer vom Untergang des Euro, dem Schulden machen, dem Ausverkauf Deutschlands und seiner Überfremdung ausführen mußten. Oder haben deine links-grünen Antifas Probleme mit der Realitätswahrnehmung, auch in Halle? Wie du früher im SPD-Rat? Über Einiges mußte ich mich doch ganz schön wundern? Zum Beispiel:

Habt ihr in Halle jetzt die große Beschneidungsdiskussion?

Da liefen junge Kerls 'rum mit Pappschildern "Haut ab"! Na Mensch, Daggi, die sind doch erwachsen. Wenn die ihr Zipfelchen loswerden wollen, könn'se doch in die nahe Uni-Klinik gehn und ruck-zuck macht ihnen jeder Dritt-Semestler schnipp-schnapp, die Vorhaut ab. Aber damit nun öffentlich 'rum demonstrieren? Wolln'se nun oder ham'ses schon? Ist das nicht etwas geschmacklos? Und sag denen: Am Sonnenstrand oder - bank kann's gefährlich werden! Man sagt doch immer, daß grad bei  d e n  Männern der Verstand dort sitzt, da unten. Am Kopf schützen ja die Haare das Gehirn vor zu viel Hitze. Aber unten, wenn's dazu blank liegt? Dort sind nur die ganz Kurzen noch von Haaren bedeckt. Da ist der Verstand dann auch ratz-batz eingedampft! Vorsicht, Jungs! Allerdings - bei den kleinen Jungs ist Beschneidung Körperverletzung, also Mißhandlung! Da waren wir ja schon immer gegen Backpfeifen oder Klapps auf den Hintern, nicht wahr? Geschweige denn Körperteile abschnippeln - natürlich erst recht nicht! Allerdings - worüber ich im ersten Moment entsetzt war: daß jetzt sogar

junge Hallenser Frauen für ihre Beschneidung demonstrieren!

Da wollten auch einige, wenn auch wenige, ihre "Haut ab" haben. Das ist ja 'ne richtige Sadomaso-Szene bei deinen Antifas! Die woll'n wohl ihr "kleines Geheimnis" offen tragen, nicht mehr undercover? Goil, goil - kann man da nur noch sagen! Wie sich Deutschland doch verändert. Aber auch angleicht: Im vorigen Jahr mußte ich in Leipzig vor dem Hauptbahnhof meine kleine Deutschlandfahne einrollen. Es wäre eine Provokation - meinte der Einsatzleiter der Schutztruppen. Und dasselbe gestern vor der Ullrichskirche bei dir in Halle: Ich hatte sie eine halbe Stunde lang über der Schulter wehn zur Freude der Passanten. Dann übernahm sie Andreas Karl und schwenkte die Fahne hoch - also überm Kopf - hin und her. Da gab es plötzlich Streit und die Schutztruppe schritt ein,

nahm den Karl zur Seite und ihm die Deutschland-Fahne weg!

Die hab ich mir natürlich sofort wiedergeholt! Das gute Stück nutze ich seit 1989/90 - vom Plemplem befreit - für solch schöne Anlässe wie in Halle gestern, bei dir. Und stell dir vor: Alle möglichen roten bis Piratenfetzen flatterten herum, aber nur die Deutschland-Fahne mußte weg! Und das mitten in Mitteldeutschland! Das denkste nicht, was? Na, dann sah ich da noch so'n armes Kerlchen, leicht runtergekommen wie seine rote Fahne mit der Aufschrift, daß es mit der weißen Rasse wohl bald vorbei wäre. Recht hat er! In ganz Europa isses so! Die NPD-ler von der Bühne hatten's ja grad so gesagt. Darum wohl auch der laute Beifall. Dann aber geschah es: Eine hübsche, aufgedonnerte Schwarze kam, übernahm seine Fahne und schwenkte sie weiter. Uih, dacht ich mir,

diese scharfe Braut haste sicher wegen des Hierbleibens abgekriegt.

Aber, meine Hübsche, wenn die Weißen aussterben, dann müßt ihr und alle anderen wieder selber arbeiten und euern Lebensunterhalt verdienen. Dann ist's vorbei mit dolce vita in germany und Entwicklungshilfe-Milliarden! Wahrscheinlich hatte sie das in meinen Augen gelesen, denn schnell gab sie den Schwenkfetzen wieder zurück an ihren Macker. Vielleicht hat sie aber auch nur die Sprüche "bunt statt braun" in den falschen Hals bekommen und sich deplaciert gefühlt. Schade! Andere Plakatträger waren allerdings auch orientierungslos. Die zeigten ihr "Nazis raus" zu den leeren Abruchhäusern hin, wo vielleicht allenfalls noch ein paar Penner hausen, die aber um diese Zeit schon oder noch ihren Rausch ausschlafen. Deine Leute hätten das Schild zur sanierten und bewohnten Leipziger Straße hin zeigen sollen! Da standen bestimmt noch Sympathisanten hinter den Gardinen, die es hervor zu locken galt. Dann aber - das dollste Plakat war sicher:

"Ohne Verfassungsschutz seid ihr nur noch zwei!"

Du Daggi, das ist ein dicker Hund und eine ziemliche Herabwürdigung aller unserer Schutztruppen, die schließlich auch in deinem Auftrag unterwegs und zugange sind. Das dürftest du denen nicht durchgehn lassen. Als wenn der VS nichts anderes zu tun hätten, als NPD-Fahnen zu schwenken, oder Terror-Nachwuchs zu schulen und zu versorgen? Das wirft kein gutes Bild, weißt du! Schließlich haben wir beide einen Eid auf diese Fahne und Grundgesetz geleistet. Das muß man auch ein bissel ernst nehmen, stimmt's? Nun gut, was mich aber am meisten verwirrt hat, war die Begeisterung der vielen jungen Frauen. Das geniert einen regelrecht, wenn so viele winken und fast hysterisch schreien. Dachte immer, das gäbs nur bei jungen Mädchen in Rock-Band-Konzerten. Und dann machten sie eindeutige Zeichen mit ihren Mittelfingern - goil, goil - sag ich dir! Deine Hallenserinnen - als wenn sie's nicht abwarten könnten! Da wird's dir schwummrig bei solchen Angeboten! Schließlich ist man nicht mehr der Jüngste und glücklich verheiratet.

Manche machten es sogar mit zwei Mittelfingern - zur Mitte hin!

Eindeutig! Na gut, wenn man den Großteil deiner leicht angeschlagenen Antifa-Typen so sieht, dann wird's verständlich, daß die Mädels lieber mit den Fingern arbeiten. Sogar reifere Hallenserinnen zeigten uns derartige Einladungen! Doch selbst wenn man berücksichtigt, daß Sex im Alter heute kein Tabu mehr ist, wirkt so etwas leicht obszön. Ich finde, da mußt du deine Antifa-Truppen dringendst in öffentlichem Auftreten, Anstand und Sitte schulen. Halle ist ja schließlich eine Stadt von Welt! Wir wurden auch prompt von einer amerikanischen Touristin angesprochen. Wir Nationalen! Nicht etwa einer deiner vielen Antifas/innen! Diese Dame hielt offensichtlich

die Männer mit der Deutschlandfahne für die Vertrauenswürdigsten!

Merkste was, liebe Daggi? Wo sie auch Bildung und Sprachkenntnis vermutet hat. Hat sie richtig und wir haben uns angeregt mit ihr unterhalten. Haben ihr gesagt, daß man in Deutschland mit nationaler Denkungsart und Fahne eben schon ein Nazi ist. Anständig, meist ehrlich, christlich und fleißig, bald 40 Jahre verheiratet, gemeinsam vier tolle Kinder groß gezogen, immer für die Mitmenschen aktiv gewesen - sag ich ihr inzwischen schon mit Stolz, daß ich dann eben ein Nazi bin. Das haben die (deutschen?) Gutmenschen so definiert, also heißt es am besten, damit zu leben. Punkt! Und so nimmt vielleicht

die gute Frau ein völlig neues Bild von den Nazis mit in die Staaten.

Wir haben auch über Obama gesprochen, von dem sie nicht so begeistert schien. Da hab ich sie getröstet und ihr klar gemacht, daß es doch eigentlich egal ist, wer im Weißen Haus den Vorbeter macht.

Entscheidend sind die handvoll Leute im Hintergrund,

die jedem der finalen Bewerber das notwendige Kleingeld geben und dann dafür im Amt die Musik bestellen. Und diese Leute sind seit Hundert Jahren die gleichen amerikanischen Geld-Familien! Da war sie ganz überrascht und es hat sie wohl nachdenklich gemacht. Also Fazit: Ein gelungener Nachmittag mit Aufklärungsarbeit allenthalben.

Halle an der schönen Saale ist immer einen Besuch wert!

Allerdings mußte ich doch noch zum Schluß eine herbe Enttäuschung einstecken: Bin also mit einem Hut herum gegangen und wollte für ein Bildungsprojekt sammeln. Getreu dem Motto: Haste ma'ne Mark? Nun hab ich ja in der Kirche bei Kollekten schon viel erlebt: Alte Schillinge, Slotys und sogar Hosenknöpfe im Klingelbeutel gehabt. Aber hier in Halle: Nichts drin im Hut! Nitschewo, niente, nothing! Deine Antifa, Dagmar, ist ja sowas von knuckrig und zach! Für so 'nen guten Zweck! Es sollte ein Workshop für das Paulusviertel werden:

Wie lerne ich, wieder national zu denken und zu wählen?

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