NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

31.05.2012

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Chemnitz-Bernsdorf in Angst vor Sexualstraftäter

Proteste in Chemnitz   Portest in Chemnitz

Die NPD unterstützt auch die Bürgerproteste in Chemnitz

Am Dienstagabend kam es im Chemnitzer Stadtteil Bernsdorf zu einer spontanen Demonstration gegen einen kürzlich aus Sachsen-Anhalt zugezogenen Sexualstraftäter. Der 54-jährige Hans-Peter W. hatte vor 25 Jahren mehrfach Taxifahrerinnen vergewaltigt. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe war eine Sicherungsverwahrung von 18 Jahren verhängt worden, die der Europäische Menschengerichtshof aber 2009 aufhob, weshalb W. im Folgejahr entlassen wurde. Zunächst zog er nach Freiburg/Br., danach in den Ort Insel in Sachsen-Anhalt. Jetzt will er offensichtlich lieber in Chemnitz Fuß fassen, nachdem es in Insel zu massiven – von der NPD unterstützten – Protesten gegen seine Anwesenheit (gemeinsam mit einem weiteren Sexualstraftäter) gekommen war. In der Großstadt Chemnitz zog es W. aber nicht etwa in ein anonymes Wohngebiet, sondern ins eher beschauliche Bernsdorf. Dort geht nun die Angst um. Vor allem Frauen trauen sich nicht mehr abends auf die Straße, seitdem sie wissen, wer neuerdings in ihrer Nachbarschaft wohnt. Die Behörden versuchen zu beschwichtigen. Man kümmere sich um den Mann, heißt es. Am Donnerstag soll ein Treffen der Zuständigen stattfinden, man wolle W. weiterhin Auflagen machen, verlautete von der Staatsanwaltschaft.

Doch die Bernsdorfer Anwohner beruhigt das nicht. Deshalb gingen rund 50 von ihnen gestern auf die Straße, um gegen die Anwesenheit dieses gefährlichen Sexualstraftäters in ihrer Wohngegend zu demonstrieren. Die Chemnitzer NPD-Stadträtin Katrin Köhler unterstützte den Bürgerprotest. Sie kündigte an, daß die Nationaldemokraten den Anwohnern in ihrem berechtigten Anliegen beistehen werden. Von der Staatsanwaltschaft forderte sie, alle denkbaren Möglichkeiten zur Überwachung von Hans-Peter W. konsequent auszuschöpfen. Als nicht nachvollziehbar bezeichnete die Stadträtin indes die Rechtsprechung des Europäischen Menschengerichtshofes, die es ermöglicht, daß gefährliche Triebtäter nicht weggeschlossen werden dürfen. Wie inzwischen bekannt wurde, wurde W. zwischenzeitlich von einem 24-köpfigen Polizeiaufgebot zum Bahnhof eskortiert. W. begab soll sich per Bahn zurück nach Insel in Sachsen-Anhalt begeben haben. Hier hat der örtliche NPD-Kreisverband inzwischen eine weitere Demonstration gegen die Sexualstraftäter für Freitag, den 8. Juni, 18.00 Uhr, angekündigt.

Zu den vorangegangenen Protesten in Sachsen-Anhalt siehe auch:

Wer muss vor wem geschützt werden?
Insel-Proteste bekommen prominente Unterstützung aus der NPD

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