NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

15.01.2012

Lesezeit: etwa 1 Minute

Euro und EU: Abwärts geht´s!

(ds-aktuell).Nichts fürchten die Euro-Retter derzeit so sehr wie die sogenannten ”Ratingagenturen”. Diese fungieren quasi als eine Art Länder-Schufa; jedes Land erhält aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage eine bestimmte Wertung, von der letztendlich abhängt, zu welchen Konditionen das Land auf dem internationalen Geldmarkt Kredite aufnehmen kann. Erstmalig hat nun die Ratingagentur ”Standard & Poor𱴶s” die Kreditwürdigkeit von Frankreich und Österreich um einen Punkt nach unten gesetzt. Die Bonität Italiens wurde gleich um zwei Stufen nach unten gesenkt, damit wird das Land nun ebenso bewertet wie Kasachstan, Peru und Kolumbien. Spanien, Portugal und Zypern teilen das Los Italiens, auch diese Ländern sackten um zwei Punkte ab. Malta, Slowenien und die Slowakei verloren in der Bewertung jeweils einen Rang. Die Bundesrepublik darf zunächst aufatmen, an ihrer Bestwertung wurde nichts verändert, das gleiche gilt für die Niederlande, Finnland und Luxemburg. Als Begründung führte ”Standard & Poor𱴶s” an, daß die europäischen Politiker nicht genug getan hätten, um die Schuldenkrise einzudämmen. Die Kreditkonditionen verschlechterten sich genauso wie die wirtschaftlichen Aussichten, warnte die Agentur. Europas Politiker seien sich noch immer uneins, wie die Krise zu lösen sei. Statt sich endlich einzugestehen, daß ein Konstrukt wie der EURO auf längere Sicht einfach nicht funktionieren kann, suchten europäische Politiker in ersten Reaktionen erneut die Schuld bei den Ratingagenturen. Bereits im vergangenen Jahr gab es in der EU Überlegungen, den US-Ratingagenturen Bewertungen europäischer Länder zu verbieten und zudem eine eigene europäische Ratingagentur zu gründen, die dann vermutlich vorab konstruierte Wertungen vornehmen würde.
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