NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

21.12.2011

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Hurra: Ost- und Westlöhne gleichen sich allmählich an

Galt bislang für Zeitarbeiter ein Lohn von 6,89 Euro pro Stunde im Osten und 7,79 Euro im Westen, so gibt es ab den 1. Januar 2012 einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von 7,01 𱲸 bzw. 7,89 𱲸. Bekamen die Kollegen im Westen bisher 90 Cent pro Stunde mehr als ihre Kollegen im Osten, so sind es jetzt nur noch 88 Cent. Damit verringert sich der Abstand um 2 Cent - man sieht: die Löhne in Ost und West gleichen sich allmählich an! Sachsen- Anhalt weißt mit 3,0 % eine überdurchschnittliche Leiharbeitsquote auf. Während die Zahl der Gesamtbeschäftigung so gut wie stagniert, stieg die Zahl der Leiharbeiter um 13 % auf ca. 26.000. Das mittlere Bruttoentgelt von Leiharbeitnehmern mit abgeschlossener Berufsausbildung liegt 38 Prozent unter dem aller Vollzeitbeschäftigten, rund 800 Euro weniger! Die NPD fordert deshalb seit Langem: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Einführung eines existenzsichernden Mindestlohnes! Auf der einen Seite haben wir gerade in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt viele Unternehmen, die nicht in der Lage sind, einen pauschalen Mindestlohn zu bezahlen.

Die wirtschaftliche Situation, der Konkurrenzdruck, aber auch die hohen Preise, Steuern und Sozialabgaben drücken diesen Unternehmen bereits jetzt schier die Luft ab. Ein hoher Mindestlohn, wie ihn populistische Parteipropagandisten fordern, wäre für sie das Ende - und auch für viele tausend Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite gibt es ethisch-moralische Gründe, und beispielsweise auch das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes. Wir dürfen einfach nicht zulassen, daß die anhaltende Massenarbeitslosigkeit immer mehr Menschen dazu zwingt, Löhne zu akzeptieren, die unter den tariflich vereinbarten Sätzen liegen oder sogar das Existenzminimum unterschreiten. Deswegen tritt die NPD für einen Mindestlohn ein, aber für einen Mindestlohn mit Augenmaß.

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