NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

18.10.2011

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Verrat am Bürger

So bezeichnete der allseits bekannte Wirtschaftsexperte Professor Wolfgang Gerke das Vorgehen der europäischen Politiker und der EZB in der aktuellen Systemkrise in einem Gastbeitrag in der “Frankfurter Rundschau” vom 15. August. Während Gerke sich bisher in TV Interviews in zurückhaltender Art und Weise äußerte, so schien es bei diesem Beitrag, als hätte er seinen “Maulkorb” zu Hause gelassen. “Verrat am Bürger” hätte er dabei nicht trefflicher formulieren können, denn inzwischen ist unseren etablierten Volksvertretern nichts mehr heilig und alle bisherigen Tabus sind zum Abschuss frei gegeben. Wurde in den letzten Monaten ein “Rettungsschirm” nach dem Anderen gespannt, so nährt man sich jetzt mit der Erschaffung so genannter “Eurobonds” der Transferunion auf europäischer Ebene an. Haben Merkel und Sarkozy auf ihrem Geheimtreffen VORERST noch auf den Vorschlag, gemeinsame europäische Schuldverpflichtungen einzugehen, verzichtet, so kommen sie mit einer “gemeinsamen Wirtschaftsregierung” über die Hintertür zu dem gleichen Ergebnis.

Nämlich die Abgabe sämtlicher nationaler Souveränität an Brüssel. Dabei sagt schon das Wort “Wirtschaftsregierung”, wer in diesem Sumpf der Schiebereien das wirkliche Sagen haben soll; natürlich Banken und Konzerne! Dieser ganze Wust an Schweinereien wird für den ehrlichen Bürger, der gar nicht so schlecht denken mag, wie diese Politiker handeln, in ein Rosarotes Schleifenpapier gewickelt und anschließend wieder einmal als großer Wurf und vollkommen alternativlos an die schwer arbeitende breite Masse verkauft. Pfui Teufel! Sehr bedenklich ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die etablierten Politiker durch die Bank weg mit diesen Plänen ihre eigenen Gesetze und Verträge brechen, denn im Vertrag von Maastrich wird ganz klar der Fall ausgeschlossen, dass ein Euroland für die Verbindlichkeiten eines anderen einstehen darf. Doch genau das wird derzeit praktiziert. Die Eurostaaten wie Griechenland, Spanien, Italien, Irland, Portugal und wie sie alle heißen, wird das natürlich nichts ausmachen, sind sie doch dringend auf das Geld von Deutschen, Niederländern, Schweden, Norwegern, Finnen oder Österreichern angewiesen. Aber man kann sich als Bürger hier doch schon die Frage stellen, warum sich die Politik an keinerlei Regeln und Gesetzte halten muss, während der Bürger schon vor Gericht gezerrt wird, wenn er die Parkuhr mal falsch eingestellt hat?

Das ist schon eine verrückte Welt geworden! Aber Fakt ist, in einem Finanzsystem unter Brüsseler Kontrolle wären wir Deutschen nicht mehr Herr über uns selbst, denn Brüssel könnte ohne vorher das Parlament der BRD anrufen zu müssen, direkt in unsere Staatskasse greifen. Auch die Staatshaushalte könnten ohne die vorherige Zustimmung Brüssels nicht mehr verabschiedet werden. Das wäre ungefähr so, als müsste man die Bewohner seines Nachbarortes vorher fragen, ob man sich ein neues Auto kaufen dürfe? Hier würde jeder sofort aufschreien! Aber auf Staatsebene lassen wir es einfach geschehen. Fairer Weise muss man an dieser Stelle zugeben, dass das Vorgehen von Politik und Hochfinanz bei dieser Thematik recht geschickt ist. Es wird alles unternommen, um die Thematik so undurchsichtig wie möglich zu gestalten. Man zieht alles in die Länge, um Desinteresse zu schüren. Man verbreitet Angst und streut über die gesteuerte Presse gezielt Falschinformationen, um die Bürger zu verunsichern, um sie ruhig zu stellen oder sie auf eine falsche Fährte zu führen. Und wie zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, hängen die meisten Leute diesen Lügen und Verschleierungen nach. Leider ist es bisher immer so gewesen, dass die Menschen erst alles verlieren mussten, bevor sie aufwachten. Die Hoffnung, dass es diesmal anders kommen könnte, stirbt bekanntlich am Schluss. Doch es ist nur ein kleiner Hoffnungsschimmer, wie beispielsweise die Wahlergebnisse aus jüngster Zeit dokumentierten. Wir müssen es an dieser Stelle nehmen, wie es kommt. Doch je länger sich der Prozess des Zerfalls hin zieht, desto schlimmer wird unser Aller Erwachen sein! Vielleicht erwachen wir dann sogar mit einem stählernen Ring um den Hals? Denn dann wäre das Werk vollbracht, und wir wären in die Leibeigenschaft zurück gefallen!

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