Anhalt-Bitterfeld/Dessau-Roßlau: Die Insolvenzwelle rollt
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- Erstellt am Dienstag, 03. April 2012 10:40
Innerhalb weniger Tage haben gleich mehrere Betriebe in Anhalt-Bitterfeld und Dessau Insolvenz angemeldet. Der größte davon: Q- Cells der Solarzellenhersteller aus Wolfen. Damit stehen rund 2200 Arbeitsplätze auf der Kippe. In Dessau ist der Keks- Fabrikant Pauly Biskuit betroffen, der nach dem Ausfall einer Unternehmensanleihe den Gang zum Insolvenzverwalter antreten musste. Auch hier stehen rund 200 Arbeitsplätze auf der Kippe. Gleichzeitig müssen die Gläubiger, viele davon aus Dessau, wahrscheinlich den Totalverlust der Anleihe im Wert von 8 Millionen Euro verkraften.
Die auf dem Dessauer Flugplatz ansässige CMP AG hat im Februar einen Insolvenzantraggestellt. Der Zementanlagenbauer hatte erst im November des Jahres 2009 die Geschäfte der insolventen Cemag-Gruppe übernommen. Den 49 Mitarbeitern wurde gekündigt. Auch viele Mitarbeiter der TERTIA-Personalservice und Co.KG. in Wolfen haben in diesen Tagen ihre Kündigung erhalten. Gekündigt wurde auch vielen Schlecker-Mitarbeitern, denn auch etliche Schlecker-Filialen in Sachsen-Anhalt mußten schließen.
Die Liste der insolventen Unternehmen ließe sich ins unendliche fortsetzen. Doch Medien und Politiker reden immer noch vom wirtschaftlichen Aufschwung, der jedoch bei den Menschen in Mitteldeutschland nie angekommen ist. Wenn selbst Vorzeigeunternehmen ins Trudeln geraten, wie bei Q- Cells geschehen, sollte jeder langsam aufwachen. Deshalb treten wir Nationaldemokraten für nationale Wirtschaftskreisläufe ein, bei dem die einheimische Wirtschaft gestärkt und vor ausländischen Billiganbietern geschützt wird.



