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Wer ist eigentlich Jens Diederichs? Den Namen des dritten Abtrünnigen der AfD-Fraktion kennen nur wenige. Das verwundert nicht allzu sehr, wenn man einmal im Netz über diesen Abgeordneten nachliest:

 

In der DDR diente er als Offizier der Landstreitkräfte. Nach der Wende sattelte er zum Justizvollzugsbeamten um, zugleich beendete er die nun für ihn nicht mehr nützliche Mitgliedschaft in der SED. 2011 schien der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen zu sein, um in die SPD einzutreten. Mit dem Aufstieg der AfD im Jahr 2014 wechselte er erneut. Jetzt wo der Wind etwas schärfer zu wehen scheint (Stichwort: Beobachtung der „Patriotischen Plattform“ durch den Verfassungsschutz), verlässt er Fraktion und auch die Partei.

 

Im Landtag hat er sich bislang nicht mit Ruhm bekleckert. Ganze zwei Reden hat er gehalten, die Zahl seiner sonstigen Aktivitäten hält sich mit 22 Dokumenten, teilweise mit Fraktionskollegen gemeinsam bearbeitet, in sehr engen Grenzen.

 

Bei Beamten seines Schlages ist davon auszugehen, dass sich Diederichs bald eine neue politische Heimat sucht. Insbesondere die CDU hat ja noch reichlich Bedarf an Hinterbänklern, die bereitwillig den Arm heben, ansonsten aber den Mund halten. Sein Landtagsmandat will er jedenfalls behalten. Im Plenum ist es wohl angenehmer als in der JVA, auch wenn er dort Inhaber der Schlüssel ist.

 

Bei seinen Verlautbarungen gegenüber dem MDR fällt unangenehm auf, dass er seine früheren Parteikollegen kräftig anzuschwärzen versucht. Insbesondere die Kontakte von AfD-Funktionären zur „Identitären Bewegung“, die von interessierter Seite zunehmend als „rechtsextrem“ abgestempelt wird, müssen als Austrittsgrund herhalten.

 

Damit steht Diederichs – vermutlich ohne es zu wissen – in einer Reihe mit einstigen REP-Mitgliedern, die ihre Partei beim Verlassen auf das Übelste denunziert und somit reif für die Beobachtung durch den sogenannten Verfassungsschutz geschossen haben. Der AfD kann man in diesem Falle nur gratulieren, dass sie diesen Opportunisten losgeworden ist. Wohin der innerparteiliche Klärungsprozess auf Bundesebene führen wird, ist damit aber noch lange nicht entschieden. Eine Orientierung an nationalen Interessen und eine Rolle als FDP 2.0 passen jedenfalls nicht dauerhaft zusammen!